3.5.2026 – Trainings- und Einstellfahrt Heidbergring

Immer noch etwas gerädert vom lockeren, aber doch anstrengenden Vortag beim Wiegen, ging es in aller Frühe in Richtung Geesthacht zu unserer Trainings- und Einstellfahrt auf dem Heidbergring. Aber bevor wir uns in das Vergnügen stürzen konnten, mußten wir erst einmal sehen, wie wir auf die Strecke kommen sollten. Die Zufahrt von Norden war komplett gesperrt. Dort stand ein Sackgassenschild. Google Maps meinte das wäre ok und die Strecke wäre frei – nun ja. Also Anfahrt über die B5 (wie auch vom MSC Geesthacht vorher mitgeteilt…). Dort stand dann das Zeichen 250 – Durchfahrt verboten! Der vor uns liegende Weg war zur Hälfte abgesperrt und nur mit Baken zum ausgehobenen und nicht abgestützten Graben gesichert. Die Durchfahrtsbreite zwischen den Baken der Baustelle und der andere Fahrbahnseite betrugt bummelig 2,25m. Das war dann spannend für alle die mit Gespannen und Wohnmobilen gekommen sind. Das war eine echte Herausforderung ganz anderer Art.
Dennoch gelangten alle ohne beschädigte Spiegel und umgefahrene Baken heil ins Fahrerlager des Heidbergrings. Die Sonne lugte währenddessen auch schon wieder durch die Wolken und versprach einen schönen Tag. Die ersten Autos wurden abgeladen und die ersten Benzingespräche geführt. Unser neues Mitglied Marvin Bender und sein Vater hatten dann auch gleich zwei schöne BMW mitgebracht und wurde herzlich begrüßt.
Dann stand ein wenig Papierkram an und die Nennungen wurden ausgefüllt und gesammelt und es folgte eine kurze technische Abnahme durch unseren bewährten TK Hermann Heitmann. Wer wollte konnte noch ein Frühstücksbrötchen mit heissem Kaffee geniessen, hergerichtet von unserem Catering-Team Melissa und Rosi. Aber einige scharrten schon mit den „Hufen“, um auf den Ring zu fahren.
Am Vormittag entschieden wir uns dafür, den Ring im Uhrzeigersinn (der Standard) zu fahren. Pylonen haben wir nur zur Absperrung der Zugänge eingesetzt , um ein möglichst freies Fahren zu ermöglichen. Vier Fahrzeuge ließ Hermann gleichzeitig auf die Strecke, damit alle genug Platz zum Fahrern hatten und Überholmanöver nur selten waren. In diesem Zusammenhang einen Dank an alle Streckenposten und Helfer vom MCE und dem MSC Hanseat!!!
In unterschiedlichen Zusammensetzungen gingen die knapp 20 Fahrer mit 15 verschiedenen Autos auf die Strecke. Besondere Freude hatte natürlich unser Mika, der es weidlich nutzte ohne Führerschein schnell mit unserem MCE Opel Corsa unterwegs zu sein. Es gab auch großes Interesse an den „Taxifahrten“ und so hatten u.a. Patrick, Patryk und Jens eine Menge Gäste auf dem Beifahrersitz. Die genossen es offensichtlich sehr und waren mehr als einmal mit dabei.
In der obigatorischen Mittagspause konnte Jarek erneut seine Fähigkeiten als Grillmeister unter Beweis stellen, wobei er vorher seinen wieder aufgebauten Renault Clio um die Kurven gescheucht hat und dabei seine Familie im Auto unterhalten hat. Die Würstchen schmeckten prima und die Kaltgetränke waren bei den Temperaturen sehr willkommen, wobei auch der Kaffee seine Abnehmer fand. Die Temperaturen waren zeitweise optimal aber auch fordernd für die Reifen.
Nach der Pause ging es dann gegen den Urzeigersinn auf die Strecke, wobei das Infiel nur zu Ausfahrt benutzt wurde und wir dafür die „Sprungkuppe“ genutzt haben. Das war nicht nur für ein paar eindrucksvolle Fotos schön, sondern auch für die Fahrer, die versuchten den Absatz immer zügiger zu nehmen. Es waren alle erfahren genug, um das nicht zu übertreiben und es lief alles gesittet und ohne Kaltverformungen ab. Ein Highlight war dann noch der Stint mit den vier Tourenwagen, der einen Hauch „Tourenwagen Legenden“-Feeling auf den Heidbergring brachte: Am Start der orangene Race-Kadett von Teddy, der BMW M3 von Jens,der VW Scirocco von Sascha und der BMW M3 von Marvin. Das war dann für Fahrer und Fotografen ein schönes Spektakel und brachte ein wenig Rennatmosphäre.

Zum Nachmittag setzte dann ein wenig „Sättigungsgefühl“ ein und die Stints wurden weniger und kürzer. Dennoch wurde das Geläuf ständig befahren und es war eigentlich nie langweilig.
Um 16 Uhr kam dann der letzte Teilnehmer ins Fahrerlager und um 17 Uhr war alles abgebaut, eingepackt und die Autos abreisefertig auf den Trailern verladen. Der Vertreter vom MSC Geesthacht war mit uns zufrieden und wir mit ihm auch :-). Einer Wiederholung im nächsten Jahr steht nichts entgegen.

Text: Jens Sendel / Fotos: Christopher Newton, Marvin Möller, Jens Sendel u.a.