10./11.5.2026 – ADAC Travering Slalom

Erfolgreiches Slalom-Wochenende für den MCE beim AMC Stormarn

Am vergangenen Wochenende stand für die Fahrer des Motorsport-Club Elbe e.V. ein echter Marathon auf dem Programm: Gleich vier Veranstaltungen des AMC Stormarn lockten auf den Travering. Bei strahlendem Sommerwetter schickte der MCE Patrick Seitz und Patryk Klamycki ins Rennen, die mit Licht und Schatten, aber letztlich sehr versöhnlichen Ergebnissen nach Hause kehrten.

Routine am Samstagmorgen

Bereits um 6:45 Uhr herrschte geschäftiges Treiben auf dem Travering. Patrick Seitz (Klasse 2b, Mazda MX5 NBFL) und Patryk Klamycki (Klasse 2a, Opel Corsa) spulten ihr gewohntes Vorbereitungsprogramm ab: Abladen, Papierabnahme, technische Kontrolle und die obligatorische Streckenbesichtigung. Die Strecke bot dabei eine Besonderheit: Während der Pylonenaufbau das gesamte Wochenende über identisch blieb, wurde vormittags gegen den Uhrzeigersinn und nachmittags im Uhrzeigersinn gefahren – eine Herausforderung für die Orientierung und die Reifenwahl.

Patryk Klamycki: Kampf gegen das ESP

Für Patryk und den Club-Corsa war es die Premiere auf den neuen ExtremeTyres. Die Erwartungen waren hoch, doch schon im ersten Lauf der Klasse 2a zeigte sich die Kehrseite des enormen Grips: Das ESP des Corsa reagierte so empfindlich auf die hohen Seitenführungskräfte, dass es die Leistung massiv wegregelte. Trotz fehlerfreier Fahrten und einer sauberen Linie verpuffte der Zeitvorteil der Reifen im digitalen Regelsystem. Am Vormittag reichte es ohne Pylonenfehler für Platz 5. Auch am Nachmittag wiederholte sich das Bild: Bei strahlendem Sonnenschein fehlte am Kurvenausgang die Leistung, was erneut in einem 5. Platz resultierte. Hier wird das Team in naher Zukunft technische Lösungen suchen müssen, um das volle Potenzial der Reifen freizusetzen.

Patrick Seitz: Schnelle Zeiten und kleine Fehler

In der Klasse 2b trat Patrick Seitz ebenfalls erstmals mit den neuen ExtremeTyres auf seinem MX5 an – glücklicherweise ohne störende Elektronik. Schon im Training am Samstagmorgen setzte er Ausrufezeichen und fuhr ganz vorne mit. Nach dem ersten Wertungslauf (WL) lag er in Führung. Im zweiten WL brannte er sogar die Klassenbestzeit in den Asphalt, fing sich jedoch eine ärgerliche Pylone ein. Die resultierenden drei Strafsekunden warfen ihn auf Platz 6 zurück. Am Nachmittag folgte ein weiterer Rückschlag: Ein Ausrutscher im ersten WL führte zu einem ausgelassenen Tor – ein Rückstand, der trotz einer erneuten Klassenbestzeit im zweiten WL nicht mehr aufzuholen war.

Nach einem langen ersten Tag blieben die Gespanne direkt auf dem Gelände, während Patryk die Zeit nutzte, um die Abnahmen für den Sonntag bereits vorzuziehen.

Der Sonntag: Patricks Triumphzug

Der Sonntag startete entspannter, da die Anreise ohne Gespanne deutlich weniger Vorbereitungszeit erforderte. Patryk Klamycki zeigte am Vormittag eine beeindruckende Konstanz: Mit Zeiten von 44,46s im Training und zweimal exakt 44,51s in den Wertungsläufen bewies er, dass er den Corsa exakt am ESP-Limit bewegte. Belohnt wurde diese Präzision mit einem starken 4. Platz, den er auch am Nachmittag bei konstanten Zeiten verteidigen konnte.

In der Klasse 2b hingegen spitze sich das Duell an der Spitze zu. Die Top-Fahrer legten am Sonntag noch einmal deutlich an Tempo zu. Patrick Seitz lieferte sich einen packenden Schlagabtausch mit Maik Eggers und Carsten Diercks. Dank einer fehlerfreien Leistung und dem Pylonenpech von Maik Eggers sicherte sich Patrick am Vormittag den Klassensieg – mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,17 Sekunden auf den Zweitplatzierten Diercks.

Am Nachmittag setzte Patrick seine Erfolgsserie fort, war jedoch mit seiner eigenen Leistung kritisch: Nachdem er im ersten WL über eine halbe Sekunde Vorsprung herausgefahren hatte, ging er den zweiten Lauf etwas zu vorsichtig an und verlor 0,6 Sekunden auf seine eigene Bestzeit. Da Maik Eggers zwar die schnellste Zeit der Veranstaltung fuhr, aber erneut eine Pylone warf, blieb der Sieg in den Händen des MCE-Piloten.

Fazit des Wochenendes

Der MCE blickt auf ein ereignisreiches Wochenende zurück. Patrick Seitz hat bewiesen, dass der Mazda MX5 absolut siegfähig ist und er das Tempo der Klassenspitze jederzeit mitgehen kann. Patryk Klamycki konnte das enorme Potenzial des Club-Corsa mit der neuen Bereifung andeuten, auch wenn die Elektronik hier noch als Spielverderber fungiert.

Wir gratulieren unseren Fahrern zu den tollen Platzierungen und freuen uns auf die nächsten Läufe!

Text & Fotos: Patrick Seitz