Grade erst aus der Eifel zurückgekehrt, geht es schon wieder in Richtung Nürburgring. Diesmal fahren Jarek und Jens mit dem BMW 325i E30 aus 1986 standesgemäß zum Oldtimer Grandprix. Jens war nun schon mehrfach mit wechselnden Beifahrern und mit unterschiedlichen Autos beim OGP. Grundlage war die Teilnahme am Leserlauf des Magazin „Motor Klassik“ zu dem neben dem Eintritt zum OGP auch jeweils ein Demolauf auf der Grandprix-Strecke und der Nordschleife zählt. Da Jarek noch nie (!) auf dem Nürburgring war, konnte es ja nur spannend werden. Auch MCE´ler Thomas Mathis war vor zwei Jahren das erste Mal beim OGP und war restlos begeistert.
Also ging es am Freitag ganz früh los, damit wir den Freitag auch noch auf dem Nürburgring zum Entdecken nutzen konnten. Diesmal war Parken in der AMG-Arena angesagt, also mitten im Geschehen… Wir also mit dem ganzen Gespann auf den Parkplatz, denn am Freitag waren noch nicht alle Besucher des Motor Klassik-Events vor Ort.
Wow. das ist schon etwas Besonderes inmitten der Grandprix-Strecke, zu stehen und dann von dort direkt ins Fahrerlager gehen zu können. Das haben wir dann auch direkt gemacht. Zuerst ins historische Fahrerlager, zu den „richtig“ alten Autos und den historischen Motorrädern, auf die ich mich besonders gefreut habe. Mal was anderes. Hatte da auch ein interesantes Gespräch mit einem der Fahrer, der am Sonnabend das Feld der Motorräder deutlich anführen sollte…Dann noch einen Mittagssnack und ab ins große Fahrerlager. Zuerst sind wir die Boxen abgegangen und dann wollte Jarek direkt an den Zaun zur Strecke. Dort wurden wir natürlich schon bald wieder zurückgeschickt, weil wir keine Berechtigung dafür hatten. Danach haben wir uns im Motor Klassik-Zelt für die Demofahrten akkreditiert und uns unsere Startnummer „57“ abgeholt. Zwischenzeitlich liefen diverse Trainings auf der Strecke und lieferten die entsprechende Soundkulisse. Nach kurzen Stops an dem einen oder anderen Zelt, fuhren wir entspannt ins Hotel. Nach einem guten Essen mit ein, zwei Bierchen, fielen wir müde ins Bett.
Am Sonnabend ging es direkt nach einem frühen Frühstück wieder zum Ring. Diesmal direkt mit dem 325i, den wir erneut in der AMG Arena parkten. Dort standen schon, fein aufgereiht, diverse M3 verschiedener Produktionsjahre, zum 40. Geburtstag des M3. Wäre auch eine gute Idee gewesen, mit dem M3 zum Ring zu fahren… Den Vormittag nutzen wir dann, das Fahrerlager komplett „abzuarbeiten“ und Jarek genoss es sichtlich, die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Mittags durften wir dann mit unserem Auto auf die Grandprix-Strecke. Leider ist durch die Anzahl der Autos (ca. 150) keine freie Fahrt möglich. Aber wir haben uns an einem Smart vorbeigemogelt und konnten eine halbe Runde etwas zügiger fahren, so auch an der Start/Ziel-Tribüne vorbei. Für Jarek schon mal ein erster Eindruck von der Strecke.
Am Nachmittag waren wir dann in der Ring-Arena und konnten die unzähligen Modelle und Textilien an den Ständen anschauen. Nach einem Kaffee im Raceroom war dann mal ein Sitzplatz auf der Tribüne angesagt. Nach der vielen Lauferei, wollten wir nun mal ein paar Rennen anschauen. So ging es dann von der Mercedes-Tribüne bis hin zur M-Power Tribüne, auf der wir dann auch Ronald mit Frau getroffen haben, die ebenfalls beim OGP waren. Aber wir merkten nun langsam, dass die beiden Tage ganz schön anstrengend waren und so fielen uns tatsächlich kurz die Augen zu, In Anbetracht, dass wir am Sonntag früh aus den Federn mussten, entschieden wir uns zurück ins Hotel zu fahren. Ein kleiner Snack, zwei kühle Biere und ab ins Bett.
Um 6 Uhr durften wir dank der netten Dame beim Frühstücksbuffet vor der regulären Zeit frühstücken. Wir mussten doch schon um 7.30 Uhr beim Eingang zur Nordschleife sein.Unser Höhepunkt des Wochenendes war ja das Befahren der Nordschleife. Zwar hinter einem Pacecar, aber mit der Erlaubnis -vorsichtig- zu überholen…
Pünktlich um 8 Uhr ging es los, Helm auf uns los. Wir hängten uns gleich an die nette Dame aus unserem Hotel an, die mit ihrem 944er Porsche die Strecke unter die Räder nahm. Der Motor des 325i war schon warm und so konnten wir gleich mal die ersten Mitfahrer links überholen und die Fahrt zu geniessen. Für Jarek war es das erste Mal am Nürburgring und dann gleich noch AUF der Nordschleife! Es ging flott vorwärts, weil auch die Bedingungen in der Eifel am Morgen perfekt waren: Trocken, Sonne, blauer Himmel und nette 23°C Aussentemperatur. Allerdings ließ der Verkehr keine wirklich freie Fahrt zu und wir uns erst einmal an den langsameren Fahrzeugen abarbeiten mußten.
Leider ereilte uns nach knapp 8 Minuten Fahrzeit bei Km 11 zwischen „Bergwerk“ und „Kesselchen“ ein technischer Defekt: Die Benzinpumpe baute keinen Druck mehr auf. Ein altes BMW-Problem, das zu unpassender Zeit aufgetreten ist…
Schade, schade. Dafür eine Premiere für mich: Abschlepperfahrt auf der Nordschleife. Der 325 Huckepack auf einem Mercedes Truck. Jarek kam so doch noch zur kompletten Runde, da der Schlepper uns wieder zum Ausgangspunkt der Einfahrt zurückbrachte. Kurz haben wir die Pumpe dann noch mal zum Leben erweckt, aber dann war auf der Landstraße mitten in einer Kurve endgültig Schluss. Es dauerte, bis mal jemand anhielt und Hilfe anbot. Der bereits verständigte ADAC-Pannendienst würde ca. 40-50 Minuten brauchen… Die Dame aus dem Hotel war mangels Telefonummer nicht erreichbar. Die hätte uns mit zum Hotel und zum Zugfahrzeug bringen können. Ronald war auch nicht erreichbar. Das Telefon war zum Aufladen im Zimmer und er beim Frühstück :-(.
Schließlich hielt ein ziemlich abgerockter Hochdachkombi und der Fahrer bot eine Mitfahrt nach Mehren an. Es stellt sich heraus, dass der gute Mann im Kombi (der nicht seiner war) ein ehemaliger Rallye-Beifahrer war, mit dem ich mich die 30 Minuten bis zum Hotel prima unterhalten habe. Mit dem X2 und Trailer dann zurück zu Jarek, Auto aufladen und wieder nach Mehren. Für ein zweites Frühstück reichte es nun nicht mehr, aber für einen Latte Macciato mit der Porsche Fahrerin.
Danach ging es dann ganz entspannt zurück nach Hamburg, wo wir dann gegen 20 Uhr eingetroffen sind.
Text: Jens Sendel




























