Autohaus Petschallies bei der WRC

17.-19.10.2025 Central Europe Rallye (WRC)

Welche ein Finale für Mitglieder des MCE… Eigentlich steht „nur“ noch die ADAC Sportgala am 6.Dezember an. Aber eine Gruppe MCE-Mitglieder ließ es sich nicht nehmen und starteten in Richtung Passau. Es ging zum vorletzten Lauf der Rallye Weltmeisterschaft. Die CER (Central European Rallye), bei der WP in Tschechien, Österreich und Deutschland stattfanden. Wir fuhren voller Elan nach Passau zum Welcome Center. Ein besonderer Dank geht dabei an das #autohauspetschallies, das uns für diese Aufgabe einen VW Bus Caravelle zur Verfügung stellt. Damit war die Anreise erheblich angenehmer, als in einem normalen PKW. Selbst ein SUV wird da mit der Zeit eng…
Also ging es am Morgen des 16.10. von Hamburg in Richtung Bayern. Abends dann Ankunft im Welcome Center und Übernahme der „Safety Marshal“-Westen und Unterlagen zu den WP und zur Rallye. Damit waren wir bei der Rallyeleitung angemeldet und auf den Einsatz bvorbereitet. Er sollte an allen drei Tagen auf den WP 4/7 Böhmerwald, 9/14 Made in FRG und 16/18 Mühltal (einmal als Powerstage…) erfolgen. Einmal war die um 4, zweimal um 3 Uhr zu Ende :-0, kaum Pausen, weil diesmal die Lücken zwischen den WRC 1-4 mit den Fahrzeugen der Slowly Sideways-Truppe aufgefüllt waren und wenig Zeit zum Essen, Sitzen oder andere Verrichtungen 😉
Donnerstag ging es aber erstmal zum Fahrerlager der WRC, was immer wieder beeindruckend ist und ganz anders als beim Rennsport oder gar der Formel 1. Es ist eben eine Rallye. Insider wissen was ich meine. Dann blieb nur noch schnelles Essen, Hotel einchecken und für den ersten Einsatz eine Runde schlafen.
Der Einsatz bei der 4/7 war ein schöner Einstieg. Anstrengend klar, viele Unwissende um einen herum, die Zufahrt zur Strecke wünschten, obwohl sie gesperrt war. Darunter Mitglieder eines Helikopter-Teams, die Rundflüge anboten. Diese „Kollegen“ hatten selbst einen Sicherheitsbereich trassiert und eine Zuwegung. Trotzdem war kaum Verständnis für „unsere“ Sicherheitszone und unsere Bedingungen. Kennt man ja.
Am Sonnabend dann schon um 3 Uhr aufstehen. Um 4 Uhr am Start der WP 9/14 und dann zwei Stunden in der dunklen, kalten Nacht Warten. Kleines Nickerchen im Bus und dann aufbauen, absperren, den Bus und das Zelt positionieren und wieder Warten. Start des ersten Autos um 8.15 Uhr…
Dafür dann das erste Auto, ein Ford Puma vom M-Sport- Team mit Gregoire Munster über die Kuppe in ein Doppel-S und dann gleich mal eine Pirouette, aber zum Glück auf der Straße geblieben und zwischen Gebüsch und Telegrafenmast mit Donut wieder weiter. Was für ein Beginn. Spannend für uns, ärgerlich für das Team. 10 Sekunden Zeitverlust…
Spät am Abend, wieder dunkel ab ins Hotel und ein Abendessen, das den Namen nicht verdient hat. Also schnell ins Bett, am nächsten Tag noch einmal um 3 Uhr Aufstehen und wieder um 4 uhr beim Start der WP melden. Trotz aller Strapazen, die hier nicht wiedergegeben werden, war der Tag das Highlight für uns: Die WP 16/18 war der Hammer: 26,52km Berg und Tal, Brücken, Wald und Ortsdurchfahrten – alles was das Rallyefahrer-Herz glücklich macht. Wir standen tatsächlich 100 Meter vor dem Ziel an einer 180°-Kehre… Hinter uns landeten und starteten drei Hubschrauber (einer vom Rallye TV) und vor uns ballerten die WRC 1-4 um die Kehre hoch ins Ziel. Alles vor den Augen der Kameras vom Rallye-TV und mehrerer Tausend Zuschauern… Mehr geht nicht und damit war dann auch der Frust über die Anstrengungen verflogen. Wir haben für die Strecke mit dem Bus so um die 40 Minuten gebraucht. Sebastian Ogier mit seinem Toyota Yaris in 13:58,2…
Am Abend waren wir uns nicht alle einig, ob wir so ein Abenteuer wiederholen wollen… Die CER ist ja sowieso Geschichte, aber Finnland, Schweden oder Sardinieren… mal sehen. Auf der Rückfahrt war nur noch einer 100%ig davon überzeugt, dass es das letzte Mal war.